Dienstag, 21. Dezember 2010

Sonntag, 19. Dezember 2010

Wie ich mich verändert habe.

Heute schreibe ich über eine der wichtigsten Lektionen, die ich dieses Jahr gelernt habe. Was muss ich tun, um mich zu verändern? Bzw. was hat dieses Jahr dazu geführt, dass ich jetzt ein anderer Mensch bin als letztes Jahr vor Weihnachten?


Vor einem Jahr war ich für die Umsetzung einer Chemikalienverordnung bei MANN+HUMMEL verantwortlich. Ich hatte einen Vorgesetzten, Kollegen... Keine Personalverantwortung, wenig Erfahrung mit Kommunikation, Motivation etc. Seit fünf Jahren im gleichen Betrieb, seit zwei im gleichen Büro. Zweimal die Woche Bandprobe, Klavierunterricht, Single.


Jetzt wohne/arbeite ich in Tschechien. Ich schreibe einen Blog, hatte zwei Freundinnen (bin froh, gerade wieder Single zu sein) und bin für sechs Mitarbeiter verantwortlich. Ich bin glücklicher. Ausgeglichener. Schlafe besser. Gehe öfter aus. Treffe mich mit Geschäftsführern und Selbstständigen.


Mein Leben hat sich radikal verändert. Meine Einstellung zum Leben hat sich radikal verändert.


Die Antwort auf die Frage: Was muss(te) ich tun, um mich zu verändern? ist teilweise schon in der Formulierung enthalten. Im diesem Eintrag bin ich auch schon darauf eingegangen. Ich muss etwas tun.


Ich habe etwas getan. Etwas Neues. Ich habe meine Gewohnheiten geändert, neue Dinge ausprobiert. Meine Komfortzone verlassen. Die Herausforderung angenommen, mit 25 eine Führungsaufgabe zu übernehmen. In einem fremden Land zu arbeiten, ohne die Sprache zu sprechen. Neue Menschen zu treffen. Kommunikations- und Motivationsbücher zu lesen, DVDs anzuschauen und Workshops zu besuchen.


Nochmals ganz konkret: Wenn ich mich verändern will, darf ich meine Gewohnheiten ändern.


Wenn ich glücklicher sein will, muss ich Dinge tun, die mich glücklich machen. Wenn ich nicht weiß, was das ist, probiere ich einfach alles aus, wovon andere mir erzählen, es mache sie glücklich. Wenn es wirkt, super. Wenn nicht, das nächste ausprobieren.


So trainiere ich mein Gehirn, neue neuronale Verknüpfungen aufzubauen. Wenn ich heute unterwegs bin, schaue ich fast schon unbewusst nach den kleinen (oder auch großen) schönen Dingen. Ich habe mein Unterbewusstsein dahingehend programmiert, den Fokus auf alles zu richten, was mich glücklich macht. Alles andere wird rosa angemalt und bekommt gelbe Sonnenblumenaufkleber. Wenn es dann immer noch wie ein "Problem" aussieht, lohnt es sich wenigstens, dass ich mich damit beschäftige.


Sobald Du anfängst, neue Dinge auszuprobieren oder Dinge neu auszuprobieren, öffnen sich neue Welten für Dich. Je früher, desto länger hast Du Spaß daran.


Jetzt fahre ich erstmal nach Jihlava auf den Weihnachtsmarkt, die letzten Geschenke zusammenzusuchen.


Noch einen schönen Adventssonntag!

Mittwoch, 15. Dezember 2010

6,5 Tipps zum freien Sprechen

Es gibt unzähliche Situationen, in denen freies Sprechen notwendig ist. Meistens denkst Du wahrscheinlich nicht groß darüber nach. Der Smalltalk mit Kollegen, Freunden und Familie funktioniert ohne großes Nachzudenken und Wörterzurechtlegen. Doch wie sieht es damit aus: Die erste Verabredung, Mitarbeitergespräche, das nächste Vorstellungsgespräch...

Genug der Vorrede...

1) Auf Fragen ohne Pause reagieren
Das hat zwei Vorteile: Einmal hat Dein Körper gar nicht die Möglichkeit, durch Adrenalin, Blutdruck und Puls Deinen Stresslevel hochzuschrauben. Bei Pausen hat Dein Gegenüber außerdem sofort das Gefühl, Du würdest Dir die Sätze zurechtlegen. Das wirkt schnell unsympathisch.
Bei einer Frage entsteht sofort ein Bild, das Du dann beschreiben kannst. Falls allerdings zu viele Bilder an Deinem inneren Auge vorbeiziehen: Einfach das erste nehmen.

Beispiel: Was wissen Sie über Friedrich Schiller?
- Beim Stichwort Schiller fällt mir sofort meine Heimatstadt ein. Während der Grundschulzeit sind wir jedes Jahr mit frischen, duftenden Blumen bewaffnet zum nahen Schillerpark (immer schön zwei und zwei dass Keines verloren geht) gewandert. Nach der obligatorischen Theateraufführung vom "Handschuh" (und der König winkt wieder...), welche mit tosendem Applaus endete, wurde die überlebensgroße Statue des Dichterfürsten zum blumigen Abschuss freigegeben...

2) Persönlich erzählen
Keine belanglosen Allgemeinheiten, sondern Geschichten, die Du selbst erlebt hast. Von denen Du möglichst bildhaft, also die unterschiedlichen Sinneseindrücke beschreibend, berichten kannst. Konkret: Viele Adjektive/Adverben, keine Verallgemeinerungen. Kein "man", sondern "ich".

Beispiel: Was können Sie mir über Ägypten erzählen?
- Entweder: Also da gibt es natürlich die Pyramiden. Da wurden die Pharaonen begraben. Außerdem gibt es den Nil und das rote Meer... (dazu noch die Satzenden nach oben ziehen und gequält an die Decke oder deprimiert zu Boden schauen)
- Oder: Ägypten. Ich selbst war leider noch nie dort, stelle es mir aber sehr beeindruckend vor. Schon wenn ich auf Bilder der Sphinx blicke, bekomme ich Gänsehaut. Und dann die Pyramiden. Ich stelle mir vor, wie ich durch die endlosen Tunnel wandere, lediglich vom lebendigen Lichtkreis einer tropfenden Fackel begleitet...

3) Unwissenheit direkt zugeben
Ehrlichkeit entwaffnet. Aus der Schule kennst Du sicher noch das Gefühl, beim Abfragen vor der Klasse ein Blackout zu haben. Mir ist es auch oft peinlich, wenn ich zu einem bestimmten Thema keine Ahnung habe. Doch warum eigentlich? Das Menschheitswissen verdoppelt sich etwa alle drei Jahre. Keiner kann alles wissen.

Beispiel: Was sagt Ihnen der Begriff "kognitive Dissonanz"?
- Den Begriff kenne ich noch nicht.

Damit setzt Du Deinen Gegenüber allerdings unter Druck, da dieser nun wieder aufgefordert ist, etwas zu sagen. Deshalb gibt es noch eine Alternative:

4) Bei Unwissenheit ersten Gedanken ansprechen
Wenn Du einen Begriff das erste Mal hörst, forschst Du automatisch nach Assoziationen aus Deiner Erinnerung. Auch wenn es nicht direkt zum eigentlichen Stichwort passt: Immernoch besser, als ein totales Blackout. Und wenn Dir partout nichts einfällt: Genau das ansprechen.

Beispiel: Was sagt Ihnen der Begriff "kognitive Dissonanz"?
- Mist, schon wieder ein Fremdwort. Bzw. sogar gleich zwei. Wobei... Dissonanz kenne ich aus der Musik. Das hört sich so an, als ob die Töne miteinander kämpfen würden. Also Spannung pur. Und hat "kognitiv" nicht etwas mit Wahrnehmung zu tun? Also Spannungen in der Wahrnehmung. Haha, das erinnert mich an die Diskussionen, die ich früher oft mit meiner Mutter zum Thema Bad putzen hatte...

5) Unangenehme Themen direkt ablehnen
Egal, in welcher Situation Du Dich befindest: Du musst nicht antworten. Wenn die Alarmglocken läuten, kannst Du dies direkt ansprechen.

Beispiel: Was ist Ihre Einstellung zum Thema Sex?
- Darüber möchte ich nicht sprechen.

6) Das Unangenehme direkt ansprechen
Alternativ zur direkten Ablehnung kannst Du auch darüber sprechen, warum Du auf das Thema in diesem Rahmen nicht eingehen willst. Du kannst auch begründen, warum das Thema nicht in den Zusammenhang passt. Wie schon in Kommunikation - Einstieg beschrieben macht der Inhalt beim Gespräch nur etwa 7% aus, es ist also um einiges wichtiger, auf eine Frage zu antworten, als diese wirklich zu be-antworten.

Beispiel: Was ist Ihre Einstellung zum Thema Sex?
- Das ist natürlich eine interessante Frage. Nur bitte ich Sie zu verstehen, dass ich darauf nicht antworten werde. Mein Sexualleben gehört zu meiner Privatsphäre und die bitte ich Sie zu respektieren. Genausowenig würde ich einen fremden Menschen einfach so in mein Haus einladen. Das verstehen Sie ja sicherlich.


Das wirkt um einiges souveräner als betretenes Schweigen oder "ums-Thema-rum-Gerede".

6,5) Hilfreich zur Vorbereitung auf ungewohnte Situationen ist die im letzten Eintrag beschriebene Methode. Als Kurzversion reicht es, wenn Du Dich direkt vorher oder auch während des Gesprächs auf positive Situationen aus Deiner Vergangenheit fokussierst und Dir das Ziel des Gesprächs (Applaus, positive Stimmung etc.) vorstellst.


Viel Spaß beim Ausprobieren!

PS: Aus gegebenem Anlass: Runter vom Gas zwischen Trebic und Nova Ves. Da in den letzten Tagen jedesmal jemand aus dem Straßengraben gefischt wurde ist es wohl verdammt glatt.

Sonntag, 12. Dezember 2010

Schwierige Situationen meistern - positive Einstellung für Fortgeschrittene

Um es gleich vorwegzunehmen: Den Erfahrungsbericht verschiebe ich um eine Woche. Ich hatte zwar Smalltalk mit ein paar Angestellten des hiesigen Interspar, der Disco-In-Field-Versuch steht aber noch aus.


Dafür stelle ich Euch heute eine Methode vor, die mir schon geholfen hat, in schwierigen Situationen genau die Ressourcen zur Verfügung zu haben, die ich benötige.


Das kann sein: Fremde Menschen ansprechen. Vertragsverhandlungen. Rede/Präsentation halten...


Also jede Situation, vor der normalerweise Dein Herz zu rasen anfängt und die Hände feucht werden.


Benötigtes Material:
- DinA4-Block
- Dicker Filzstift


Vorgehensweise:

  1. Male auf ein DinA4-Blatt ein Smiley. Das bist Du heute. Lege es vor Dich, so dass Du noch ein paar Meter vor Dir Platz hast.
  2. Schreibe auf ein weiteres Blatt Papier das Ziel, das Du in einer bestimmten Situation erreichen willst. Also z.B. "Handynummer bekommen" oder "200€ Gehaltserhöhung bei gleicher Arbeit". Lege das Blatt zwei-drei Meter vor Dich.
  3. Jetzt überlege Dir zwei-vier Ressourcen, die Du in dieser Situation benötigst. Also z.B. Selbstsicherheit, Redegewandtheit, positive Einstellung... Etwas, mit dem Du ein bestimmtes Gefühl verknüpfst. Schreibe jede Ressource auf ein eigenes Blatt und lege sie zwischen Dein Smiley und das Ziel.
  4. Stell Dich jetzt auf das Zielblatt. Male Dir die Situation aus, wie Dir Dein Chef die Hand schüttelt und "einverstanden" sagt. Oder Du den Vertrag unterschreibst. Oder ein hübscher Junge (ein hübsches Mädchen) seine/ihre Handynummer in Dein Handy tippt. Stell Dir die Situation so vor, als wärest Du Teil davon. Stell Dir den Raum vor. Was ist vor Dir? Was hinter Dir? Wie hell ist es? Was hörst Du? Kannst Du einzelne Geräusche herausfiltern? Wie riecht es? Hast Du einen bestimmten Geschmack auf der Zunge? Und was fühlst Du in der Situation? Wo befindet sich das Gefühl und wie bewegt es sich? Kannst Du es größer machen? Stell Dir außerdem vor, dass in der Situation ein Freund dabei ist, der Dir immer wieder sanft auf die Schulter klopft.
  5. Scheint gerade die Sonne?
  6. Stell Dich jetzt auf das erste Ressourcenblatt. Versetze Dich in eine Situation, in der Du genau diese Ressource, dieses Gefühl abgerufen hast. Für Redegewandtheit könnte das z.B. ein Gespräch mit den Eltern oder der Freundin sein. Stell Dir die Situation wieder bildlich vor und denk über die Fragen von Punkt 4 nach. Vergesse auch nicht den Freund, der Dir immer wieder auf die Schulter klopft. Wähle ein Stichwort für die Szene, das Du Dir entweder merkst oder auf einen extra Zettel schreibst.
  7. Mit was für einem Auto bist Du das letzte Mal gefahren?
  8. Jetzt geht es auf das Ressourcenblatt zwei, wo Du genau das selbe wie in Punkt 6 machst.
  9. Welche Augenfarbe hat Deine Mutter?
  10. Anschließend ggf. mit Ressourcenblatt drei und vier. Die Frage dazwischen ist: Welche Schuhgröße hast Du?
  11. Jetzt wieder auf das Zielblatt und nochmals die Situation vorstellen, in der Du das Ziel erreichst.
  12. Anschließend durchläufst Du nochmals die einzelnen Ressourcenblätter. Es wird Dir schon viel leichter gelingen, Dich in die einzelnen Situationen hineinzuversetzen. Dein Freund legt währenddessen permanent seine Hand auf Deine Schulter und begleitet Dich von Szene zu Szene.
  13. Jetzt bist Du wieder auf dem Zielblatt und fühlst noch einmal in das Erreichen Deines Ziels hinein.
  14. Dann gehst Du noch einen Schritt weiter. Jetzt ist ein wenig Zeit vergangen seit der Zielszene. Du fühlst, dass sie Dir mehr Selbstvertrauen gegeben hat und Du genießt die dadurch gewonnene Freiheit.
  15. Dreh Dich jetzt um und gib Deinem jetzigen Ich eine Aufforderung mit auf den Weg. Z.B. "Tu es einfach" oder "Du schaffst das".
  16. Schreib Dir das auch noch auf den Zettel.
  17. Wenn Du jetzt vor der eigentlichen Situation stehst, stell Dir einfach vor, Dein Freund würde die Hand auf Deine Schulter legen. Du fühlst sofort, wie die Ressourcen abrufbereit sind und Du kannst Dich von Deinem Unterbewusstsein zum Erreichen des Ziels hinführen lassen.
Je größer die Herausforderung, desto öfter würde ich diese Vorgehensweise wiederholen. So programmierst Du Dein Unterbewusstsein, in schwierigen Situationen die richtigen Ressourcen abzurufen. Da es außerdem von den Gefühlen her keinen Unterschied macht, ob Du Dir eine Situation vorstellst oder tatsächlich erlebst, kannst Du durch wiederholen dieser Schritte Deine Reaktion "vorprogrammieren".

Viel Spaß beim Ausprobieren und danke an Wiebke und Marc :)

Samstag, 11. Dezember 2010

Die Macht positiver Einstellungen

Bisher hatte ich oft Schwierigkeiten, völlig Fremde Menschen anzusprechen. In der Disko, Bahn, im Supermarkt... Das Übliche "Ist der Platz noch Frei?" oder "200 Gramm Lioner bitte." natürlich kein Problem. Aber einfach jemanden anzulächeln und zu sagen "Wou, cooles Lächeln. Ich würde Dich gerne kennenlernen." konnte ich mir nicht mal vorstellen, ohne Gänsehaut zu bekommen.

Warum das so ist, ist mir inzwischen egal. Entscheidend für diesen Post ist die Annahme, dass ich durch meine vorgestellte Reaktion meines Gegenübers die tatsächliche Reaktion vorweggenommen habe. Ich habe mir im Kopf ausgemalt, dass sowieso niemand mit mir sprechen will, dass mir dann sicher kein Thema einfällt und dass mir halt sowas wie das "Flirtgen" fehlt.

Und das Universum hat mir immer wieder den Gefallen getan, meine Vor-Annahme zu bestätigen. Gesprächsloch, verstörte Blicke, Angst.

Worum es konkret geht: Die selbsterfüllende Prophezeiung.

  • Mir is grad n bissel schwindlig, ich glaub, ich werd krank.
  • Die spielt doch in ner anderen Liga als ich. Wenn ich die anspreche, bekomme ich bestimmt ne Abfuhr.
  • In Vorstellungsgesprächen bin ich immer so nervös... Bestimmt merkt das gleich jeder.
  • Schokolade macht mich dick.

Funktioniert. Je öfter ich solche Glaubenssätze höre oder mir selber gebetsmühlenartig vorsage, desto mehr programmiere ich mein Unterbewusstsein. Und desto wahrscheinlicher wird die Erfüllung.

Andersrum funktioniert es auch:
  • Wenn ich ihn nur oft genug anlächle, nimmt er mich irgendwann bestimmt wahr.
  • Lachen macht gesund.
  • Wenn ich jeden Tag ein bisschen übe, schaffe ich das auf jeden Fall.
  • Wenn ich schön brav bin, bringt der Weihnachtsmann bestimmt viele Geschenke.
Die Frage ist nur: Umgebe ich mich mit positiven Glaubenssätzen (oder auch Mantras) oder mit negativen. Wenn ich jeden Tag mit der Einstellung das Haus verlasse, von jedem nur gemobbt zu werden, werde ich genau dies erleben. Sobald ich allerdings bei jedem Gespräch davon ausgehe, dass der andere nur mein Bestes will, werde ich mich vor erfolgreichen Begegnungen nicht mehr retten können.
Nur am Rande: 70-80% derjenigen, von denen wir denken, dass sie uns ablehnen, tun das nur, weil sie das gleiche von uns erwarten. Und die übrigen 20-30% überzeugen wir mit unserer positiven Einstellung.

Jetzt ist das alles natürlich einfacher geschrieben als umgesetzt. Klar. Deshalb werde ich heute Abend den Feldversuch starten und morgen darüber berichten.

Zum Schluss noch ein Video, das die Konsequenzen von konsequentem Lachen demonstriert:
Lachen

Freitag, 3. Dezember 2010

Komm-vor-Zone Erweiterung und TOTE

Wenn Du die Links von gestern mal durchgeklickt hast, ist Dir sicherlich etwas aufgefallen. So nach dem Motto: Eines der Begriffe passt nicht. Oder in dem Fall halt drei.


Warum habe ich das gemacht?


Ich habe zwei Strategien ausprobiert. Die eine steigert das Selbstvertrauen bzw. wirkt Ängsten entgegen. Die andere ist ein todsicheres Konzept, um erfolgreicher zu werden. Beide werden unter anderem im Modell von NLP angewandt (Danke, Wiebke und Marc.). Aber auch in diversen Management- und sonstigen Esoterikbüchern lese ich es immer wieder.


1) Komfortzonenerweiterung


Bitte mal Dir mal eine 2D-Kartoffel auf ein DinA4-Blatt. Die Profis können auch gern ein DinA3-Format wählen.
Alles was drin ist, ist Deine Komfortzone. Alles was draußen ist, ist Neuland.


Drin ist: Weg zur Schule/Arbeit, Lieblingsessen, Lieblingsmusik, Lieblingssprache... Halt alles, was Du gut kennst.


Draußen ist alles Andere. Alles, was Du noch nie gemacht hast. Weil es Dir Angst macht. Weil Du zu faul dazu bist. Zu bequem. Egal. Also die eine Reise, der Jobwechsel, die Fortbildung, der Besuch, das Gespräch...


Was passiert mit dieser Grenze Deiner Kartoffel? Die ist auf jeden Fall nicht statisch. Entweder sie wird immer härter, z.B. wenn Du weiterhin immer das Gleiche machst.
Konsequenz: Beim Gedanken an alles Andere wird Dir immer unbehaglicher. Bist Du gezwungen, etwas zu ändern, tut das fast körperlich weg. Ganz automatisch. Die Schale verkrustet quasi, alles außerhalb wird immer blasser und weiter weg und schwieriger zu erreichen.


Und was passiert, wenn Du doch mal etwas Neues machst? Auf der anderen Seite schlafen, ne andere Sprudelsorte, mal ein Prozent mehr Fett in der Milch... Die Möglichkeiten sind grenzenlos. (Oder das Titelbeispiel: Im nächsten Seminar mal nach vorne kommen und in die erste Reihe. Oder gleich selbst präsentieren.)
Konsequenz: Die Kartoffel bekommt Beulen. Erst ganz kleine. Mit etwas Training werden die aber immer größer. Bei den Profis unter Euch könnte sich das sogar zur Sucht entwickeln. Jeden Tag nach dem Aufstehen erstmal überlegen: Was mache ich heute, um meine Kartoffel wachsen zu lassen?


Und gestern habe ich ein paar Videos gedreht und zur Verfügung gestellt. Heute unter anderem in einem neuen Restaurant gegessen.


Dazu passt auch das Buch von Susan Jeffers: Feel the Fear and Do It Anyway. Was Du kennst, macht Dir keine Angst. Du hast ja schonmal bewiesen, dass es Dich nicht umbringt.


Wer übrigens Methoden kennenlernen will, wie er diese Startenergie aufbringen kann, quasi die Initialzündung in ein besseres Leben: Einfach einen Kommentar hinterlassen und mich zum Essen einladen.


2) TOTE


Laut Albert Einstein ist die Definition von Wahnsinn, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten. In der Praxis heißt das: Wenn etwas nicht funktioniert, mach was Anderes. Wenn das auch nicht klappt, noch mal was Anderes. Klappt wieder nicht? Frag jemanden, der es schonmal gemacht hat und mach das was der gemacht hat. Immer noch nicht? Verzweifle. NEIN! Finde einen anderen Lehrer. Bis es klappt.


Warum TOTE?


|: Test. Operate. Test. :| Exit.


Für diejenigen, die im Musikunterricht nicht aufgepasst haben: "|: :|" bedeutet: Wiederhole das, was dazwischen ist.


Mal am Beispiel Partner(in) finden: Daheim vorm Computer / Fernseher sitzen und sich selbst bemitleiden klappt nicht? Neue Theorie aufstellen: Jemanden in der Bahn kennenlernen. Bahn fahren klappt nicht? Mal einen Kumpel / eine Freundin fragen, wie es da geklappt hat. Z.B. in der Bahn auch mal Blickkontakt aufnehmen. Klappt immer noch nicht? Mal im Buchladen versuchen. Immer noch nicht? Dann mal meinen Tipp ausprobieren: Das nächste Mal, wenn ein Paradebeispiel göttlicher Schaffenskunst Dir über den Weg läuft: Blickkontakt aufnehmen und sagen: 'Bist Du's?' (wahlweise auch: 'Sind Sie's?') Nach einer beliebigen Gegenfrage des Gegenübers die Erklärung nachliefern: 'Ich habe mir heute morgen vom Universum gewünscht, dass eine hübsche Frau / ein hübscher Mann in mein Leben tritt. Bist Du das / Sind Sie das?'
Einfach ausprobieren... Wenn es immer noch nicht klappt, zum nächsten Pick-Up-Seminar gehen. Und so weiter...


Ich habe gesehen, dass die Links-Session gestern noch nicht so richtig ankam. Also konzentriere ich mich in Zukunft wieder auf solche Beiträge wie diesen hier.


Hier noch ein Gute-Nacht-Lied: Měj se hezký!